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Lindentriebe für Gelesenes

Als ich dies schrieb, einst, begann, wenn auch nur zaghaft, die hohe, im Sommer schattenspendende Linde auszutreiben. Drum bekommen die hier ohne Rezension nur mit Klappentext aufgeführten Bücher nicht die üblichen Sterne, sondern bewertende Lindentriebe zugesprochen. Nur ein Trieb ist zwar während des Betrachtens wunderschön, aber für den Inhalt eines gelesenen Buches ist er nicht erstrebenswert; dann doch lieber sieben, acht oder gar zehn Triebe, die sich anerkennend wiegen im Wind oder fast platzen vor Begeisterung. Also Bücher: strengt euch an!

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Zur Zeit lese ich:
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Achte Berge

Paolo Cognetti
gelesen im April 2026
247 Seiten

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Wagemutig erkunden Pietro und Bruno als Kinder die verlassenen Häuser des Bergdorfs, streifen an endlosen Sommertagen durch schattige Täler, folgen dem Wildbach bis zu seiner Quelle. Als Erwachsene trennen sich die Wege der beiden Freunde: Der eine wird das Dorf nie verlassen und versucht die Käserei seines Onkels wiederzubeleben, den anderen drängt es in die weite Welt hinaus, magisch angezogen von immer noch höheren Gipfeln. Das unsichtbare Band zwischen ihnen bringt Pietro immer wieder in die Heimat zurück, doch längst sind sie sich nicht mehr einig, wo das Glück des Lebens zu finden ist. Kann ihre Freundschaft trotzdem überdauern?

Das Wunder eines Romans

NDR Kultur

Ein Buch für alle, die am Freunden aus Kindheitstagen festhalten und sich fragen: Was verbindet uns eigentlich?

Stern

Mr. Saitos reisendes Kino

Annette Bjergfeldt
gelesen im April 2026
541 Seiten

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Ich wurde 1927 auf einer Tanzfläche in Buenos Aires gezeugt …

So beginnt Litas wundersame Reise mit ihrer schönen Mutter Fabiola, die neben Schuhen vor allem Tango liebt und so manches Chaos anzieht. Als die beiden dank dieser Eigenschaft gezwungen sind, ihre Heimat Hals über Kopf zu verlassen, landen sie unplanmäßig auf einer windgepeitschten Insel vor der Küste Neufundlands. Unterschlupf finden sie in einem Seemannsheim, das von einer Vielzahl schrulliger Charaktere bewohnt wird. Lita freundet sich schnell mit der gehörlosen Tochter der Gastgeber an, der einzigartigen Oona McGregor. Als sie den auf der Insel lang herbeigesehnten Mr. Saito das erste Mal begegnet, der mit seinem Wanderkino Nachrichten aus aller Welt zu ihnen bringt, ahnt Lita nicht, dass er ihr Leben für immer verändern wird.

Mr. Saitos reisendes Kino ist eine unvergleichliche Odyssee über das Finden von Familie an unerwarteten Orten, einen Fischerjungen mit bernsteinfarbenen Augen, Herzklopfen, entlaufene Tangoschuhe und die Liebe in all ihren Formen.

Das Beste, was ich seit sehr, sehr langer Zeit gelesen habe.

Jussi Adler Olsen

Ein Hauch John Irving und eine Prise Isabel Allende.

Magasinet Liv

Mit Mr. Saitos reisendes Kino hat Annette Bjergfeldt einen bezaubernden Roman über Liebe, Freundschaft und das Ankommen geschrieben.

Die Presse

Schundroman

Bodo Kirchhoff
gelesen im Januar 2026
316 Seiten

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Schund

Zum Niederknien: Komisch und sentimental zugleich.

Deutsche Zeitung

Kirchhoff bleibt klarer Sieger nach Punkten.

Zitty

Süffig und in rasantem Tempo.

Hamburger Abendblatt

Das Tempo dieser Liebes und Gangstergeschichte ist atemberaubend. Nordseezeitung

Ein höllisch rasant erzählter Thriller.

Neue Züricher Zeitung

Mit hohem Spaßfaktor und absolutem Suchtpotenzial.

Brigitte

Ein poetischer Thriller, ein saftiges Stück Literatur.

Die Welt

Eine literarische Delikatesse, ein Kultbuch.

Tagesanzeiger

Ein prima Krimi. Lebendig erzahlt, Kraft und saftvoll.

Blick

Man liest es mit unverschämtem Vergnügen.

Kölnische Rheinschau

Eine amüsante, ironische, wunderbar verwickelte Kriminal- und Liebesgeschichte.

Hannoversche Zeitung

 

Einige aber doch 

Sabine Friedrich
gelesen im Januar 2026
448 Seiten

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Sie öffnet das Fenster, um seinen Pfeifenrauch hinauszulassen. In der Luft liegt eine erste Ahnung von Schnee. Vom Lokal gegentber drin Musik herauf. Einen Moment überwältigt due Wirklichkeit sie.
Hier steht sie, mitten im Herzen Berlins,  Weltgeschichte: eine freie Frau, verheiratet, dreißig Jahre alt, gesund, tatkräftig, voll Zuversicht, während sich dort draußen im dunklen Land ganz nebenbei ein Bürgerkrieg zusammenbraut.

In ihrem Roman über die Rote Kapelle erzählt Sabine Friedrich von Frauen und Männern, die sich Hitler und der verbrecherischen Politik des Nationalsozialismus entgegengestellt haben. Sie erzählt von ihrem Sterben — vor allem aber von ihrem Leben.

Fast alle Frauen und Männer, die die Gestapo als ›Rote Kapelle‹ zusammenfasste, erwartete am Ende der gewaltsame Tod. Aber  so gleich ihr Schicksal, so unterschiedlich ihre Lebenswege. Sabine Friedrich erzählt nicht von Helden einer fernen Vergangenheit, sondern von entschlossenen und suchenden, zweifelnden und überzeugten, zornigen und liebenden Menschen, die gezwungen waren, sich zu den Gegebenheiten ihrer Zeit zu verhalten wie alle anderen auch. Die meisten fügten sich. Viele murrten. Wenige handelten. Einige aber doch.

Ein epochales Werk, das den historisch gewordenen Charakteren genauso viel Aufmerksamkeit zukommen lässt wie der grausamen Maschinerie des Nationalsozialismus.

Veronika Eder - bn Bibliotheksnachrichten (Salzburg)

 

Ein Ende und ein Anfang

Oliver Hilmes
gelesen im Januar 2026
288 Seiten

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Die Geschichte des Sommers 1945, wie man sie noch nie gelesen hat

In diesem Sommer ist nichts mehr, wie es war: In den vier Monaten von Mai bis September 1945 bricht die alte Welt zusammen, und eine neue tut sich auf. Das verbrecherische »Dritte Reich« ist am Ende, und eine Zeit der Freiheit, aber auch neuer Konflikte, nimmt ihren Anfang. Wie erleben die Menschen diesen Sommer - Sieger wie Besiegte, Opfer wie Täter, Prominente wie Unbekannte? In vielen Geschichten und Szenen, die von Berlin nach Tokio führen, von München nach Paris oder von Bayreuth nach Moskau, fangt Oliver Hilmes die einzigartige Atmosphäre dieser Zeit der Extreme ein: das große Glück und die Hoffnung der Befreiten, das Elend und die Trauer, die Ängste der Besiegten und die neue Freiheit.

 

Der Briefwechsel

Sarah Kirsch und Christa Wolf
gelesen im Februar 2026
438 Seiten

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Fast 30 Jahre umspannt der Briewechsel zwischen Sarah Kirsch und Christa Wolf: Zweigroße Autorinnen sind hier miteinander im Austausch. Ihnen beim Schreiben zuzusehen ist ein Geschenk.

Ich wünsche dir alles Gute und ein kleines sardonisches Lächeln ab jetzt und immerdar.
Sarah Kirsch, 12.3.1990

Nun leben wir bald wieder in einem Lande, ist das nicht komisch? Jetzt könnte ich leicht weggehen, aber wohin?

Christa Wolf, 7.4.1990

Ein Tag im Jahr

Christa Wolf
gelesen im März 2026
655 Seiten

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1960 erging an die Schriftsteller der Welt ein Aufruf der Moskauer Zeitung Iswestija, sie mögen dem 27. September dieses Jahres so genau wie möglich beschreiben. Maxim Gorki hatte 1935 die Schriftsteller aufgerufen "Einen Tag der Welt" zu dokumentieren. Christa Wolf reizte diese Idee. Sie hat nicht nur 1960 diesen Tag beschrieben, sondern jeden weiteren 27. September - inzwischen "mehr als die Hälfte" ihres "erwachsenen Lebens" - ein einmaliges literarisches Projekt.

"Wie kommt Leben zustande?" - diese Frage beschäftigt Christa Wolf über all die Jahre. Daß ihr Beruf, das Schreiben, untrennbar mit dem Leben in ihrer Familie und den Anforderungen des Tages verbunden ist, bildet den Hintergrund dieser Seiten. Das Schreiben und wie es ihr gelingt, in den "unerschöpflichen Bereich des Unbewußten vorzustoßen", ist eines ihrer Grund-Themen Die Zeitereignisse halten sie in Bann, wie der Zustand des Landes, in dem sie anteilnehmend lebt und in dem sie sich Bedrängnissen und Konflikten aussetzt. Wechselnde Schauplätze - Berlin und Mecklenburg, Köln, Zürich, Los Angeles - sind mit Begegnungen verknüpft, unter ihnen Anna Seghers, Friedrich und Aenne Schlotterbeck, Max Frisch, Otl Aicher, Inge Aicher-Scholl.

Ein Tag im Jahr ist Christa Wolfs persönlichstes Buch: ein bewegendes Dokument der deutschen Literatur in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, ein einmaliger Bericht vom Leben im geteilten Deutschand, ein authentisches Werk der autobiographischen Literatur.

Die kleine Garbo

Bodo Kirchhoff
gelesen im April 2026
287 Seiten

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Hoederer, ein Altachtundsechziger, überfällt die Bank einer kleinen Stadt. Das Glück stellt sich dem lebenslangen Pechvogel auch diesmal nicht auf seine Seite: Sein Warnschuss tötet eine Frau. Auf seiner Flucht entwendet er ein Auto: Was Hoederer nicht weiß, ist, daß er jetzt auch zum Entführer geworden ist, denn im Fond des Wagens versteckt sich ein Mädchen im Engelskostüm: Malu, mit ihren zwölfeinhalb Jahren bereits ein berühmter Fernsehstar; sie war mit ihrem Chauffeur zu einem nächtlichen Dreh an einem See im Wald nördlich von Berlin unterwegs. Dort wartet das Team, insbesondere die resolute Produzentin und ihr Handlangerregisseur, ungeduldig auf das Eintreffen des Mädchens. Hoederer faßt schon wieder einen fatalen Entschluss: Anstatt die Kleine freizulassen, verlangt er Lösegeld für die Freilassung des Mädchens. Auf der Suche nach einem geeigneten Versteck gelangen sie in einen tief verschneiten Wald. Und es entspinnt sich ein Gespräch zwischen der kleinen Geisel, die bald die Situation in die Hand nimmt, und ihrem verzweifelten - letztlich jedoch gutherzigen Entführer. Doch reichen die zwölf Stunden bis zur Lösegeldübergabe mit der "kleinen Garbo", wie er sie nennt, aus, um sein versäumtes Leben nachzuholen?

Bodo Kirchhoff überrascht mit einem neuen fabelhaften Schundroman

Hajo Steinert, Literarische Welt

Eine Leichtigkeit schwebt über dem Ganzen, eine geradezu tänzerische Fröhlichkeit des Gelingens

Rolf Bernhard Essig, Hamburger Abendblatt

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Im Warteregal:
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Autor von Hirnstromern

Matthias Wagner

menschliche würde orthopädie des aufrechten gangs also kein gekrümmter rücken vor königsthronen nimm deine füße unter die arme und lauf cry baby nur der frieden ist es mein sohn wofür wir leben die beherrschung der natur ist gekoppelt an die verinnerlichte gewalt des menschen über den menschen gekoppelt an die gewalt des subjekts über seine eigene natur you can go all around the world trying to find something to do with your life baby when you only gotta do one thing well

Aus Wolkenbruch

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